Recordings
Ex Machina, Vol. 5: The Eighties
Reviewed by Stefan Drees,
Homepage Stefan Drees, 28/5/2002
"Mit am eindringlichsten wirkt insbesondere Ludger Brümmers faszinierendes Werk TroTropf OrT (1988), dessen Titel auf die kompositorische Konzeption mit ihren tropfenden, durch Piano-Forte-Kontraste in einen weiten imaginären Klangraum hineinwirkenden Strukturen verweist; entstanden ist dabei eine Klangstudie von hoher Expressivität und irisierender Schönheit."
Ex Machina: Tangent
Reviewed by Stefan Drees,
Homepage Stefan Drees, 28/5/2002
"Mit am gelungensten ist Ludger Brümmers Manipulation von Samples schreiender und spielender Kinder in Dele! (1995) für 2-Kanal-Tonband, dessen abwechslungsreiche formale Dramaturgie mit den vielfältigen Möglichkeiten von Lautstärke und Klangdichte arbeitet."
ex machina: le son qui s'arrêté - le son éclaté
Reviewed by Stefan Drees,
Homepage Stefan Drees, 27/5/2002
"Ludger Brümmer schließlich arbeitet in la cloche sans vallées (1993) für 2-Kanal-Tonband mit einer cantus firmus-Technik zurück, um einen Kontrast zwischen einer präexistenter Originalstruktur und der vom Algorithmus erzeugten Ableitungen herzustellen. Alle Klänge basieren auf der Verarbeitung und Veränderungen eines einzigen Samples der Komposition La vallée des cloches von Maurice Ravel, das immer wieder neu strukturiert wird und auf verschiedenen Ebenen der Erkennbarkeit die Komposition durchzieht sowie mit seinen zeitlichen Interferenzen die Form der Komposition bestimmt."
ex machina: le son qui s'arrêté - le son éclaté
Reviewed by ,
Computer Music Journal Vol 21/4, 21/6/2001
"Ludger Brümmer´s 22-min La cloche sans vallées was realised in 1993 at the Stanford University studios in California. (...) The composer takes advantage of the wide dynamic range of the digital medium. He contrasts loud and abrasive textures with almost inaudible material.
Mr. Brümmer´s work invites experiencing rather than intellectualizing. It seems to say, Do not ask, just listen."
Performances
de la nuit, 10/5/2003
Reviewed by Elisabeth Risch,
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22/5/2003
"Ein Verdienst von Ernst-August-Klötzke bei der Programmgestaltung war es, neben dem Klassiker "Ricorda cosa ti hanno fatto in Auschwitz" von Luigi Nono und einem Werk des die derzeitige Szene beherrschenden Ludger Brümmer hauptsächlich Werke bisher weniger bekannter Komponisten vorzustellen."
"... beside "ricorda cosa ti hanno fatto in Auschwitz" by Luigi Nono and a work of the currently dominating figure Ludger Brümmer works of unknown composers were presented. (translation lb)"
de la nuit, 10/5/2003
Reviewed by Axel Zibulski,
Wiesbadener Kurier, 12/5/2003
"Umso lieber lauschte man zum Ausklang den aufplatzenden und abträufelnden Tönen in Ludger Brümmer "de la nuit" nach."
"With most pleasure one was listening to the splashing and dripping sounds of Ludger Brümmer's "de la nuit". (translation lb)"
de la nuit, 10/5/2003
Reviewed by Bernhard Uske,
Frankfurter Rundschau, 12/5/2003
"Bei Ludger brümmer dagegen waren es in "de la nuit" die Passagen eines fast schwingungslosen Hintergrundklingens, das Aufmerksamkeit erregte.
In the work of Ludger Brümmer "de la nuit" the excitment was generated by nearly static background sounds."
Inferno der Stille, 7/6/2002
Reviewed by Christine Gehringer,
NMZ, 21/7/2002
"Ludger Brümmer spielt in seinem "Inferno der Stille" für Achtkanal-Tonband mit historischem Material: dem Introitus aus Mozarts Requiem. Zwar handelt es sich hierbei wieder eher um eine Collage als um ein durchkomponiertes Stück - höchst imposant ist allerdings, wie Brümmer mit den einzelnen Geräuschpartikeln umgeht. Da werden zunächst Metallklägne geschichtet, bis sie eine ungeheuere Tiefenwirkung entwickeln, dann wie durch einen Sog mit großem Getöse emporgerissen, und plötzlich scheint unter diesen dicht zusammengeballten Klangwolken das Original durch: Der Hörer erkennt auf einemal vertraute harmonische Felder"
CredoXrequiem, 13/7/2002
Reviewed by Francoise Barriere, Gerald Bennett, Francis Dhomont, Georg Katzer,
Website, 13/7/2002
"Der Dritte Preis wurde an Ludger Brümmer (Deutschland) vergeben für sein Werk "CredoXrequiem". Die Jury war beeindruckt durch die grosse Homogeneität in der Behandlung des Materials, das im Verlauf des Stückes musikalisch stets raffinierter wird. Das Thema ?die Freude? findet seine musikalische Entsprechnung in der Schönheit der Klänge und deren Entwicklung zu Höhepunkt und Entspannung."
Medusa, 25/10/2001
Reviewed by Martin Czech,
ZEM, 21/11/2001
"... aber diese Produktion hatte etwas, sie machte einen kompakten Eindruck, man hatte das Gefühl "das paßt", diese farbigen, synthetischen Strukturen, immer etwas im Nebel, unscharf, abstrakt, bedeutungslos, nicht zu interpretieren, und dazu die Musik. Für mich der Gewinner des Abends. Wäre der Schlagzeugpart auch vom Band gekommen, so hätte mich dies keineswegs gestört, noch das Ergebnis wesentlich verändert, z. T. war es sowieso schwer auszumachen, woher der Klang nun eigentlich kam. "
Le temps s`ouvre, 28/8/2000
Reviewed by Thomas Gerwin,
Computer Music Journal 25-2, 20/11/2000
"Ludger Brümmer's well-calculated music came together perfectly with Silke Braemer's miraculous animations in the audio-visual composition Le temps s'ouvre . Both the music and the animation were produced using the Genesis software from the Association pour la Création et la Recherche sur les Outils d?Expression (ACROE) in Grenoble."
Le temps s`ouvre, 28/8/2000
Reviewed by William Osborne, Abbie Conant,
Musik Texte Heft 86/87, 20/10/2000
"Der deutsche Komponist Ludger Brümmer stellte zusammen mit der Videokünstlerin Silke Brämer ein gut aufgenommenes und sehr anspruchsvolles Werk für Videoprojektion und Lautsprecher vor, wobei er eine Software benutzte, welche die Erzeugung von Klang und Videobildern aufeinander bezieht."
Recordings
stryngebite
Reviewed by Brian Marley,
The Wire, Issue 252, page 61, 2/2005
"There are certain instrumental configurations, such as violin and piano, in
which a degree of incompatibility presents an obstacle to the success of the
music. Often, composers have little option but to use this incompatibility as
a primary source of material. Acoustic instruments and electronics/tape are,
if anything, even less compatible than piano and violin, and the compositions
in which they feature tend to show their soundworlds operating in consort
rather than harmoniously. But although the range of technology on which
composers can draw has grown enormously during the last half century (since,
roughly, Karlheinz Stockhausen's "Kontakte", for percussion, piano and tape,
one of the first pieces of its kind and still one of the most successful), the
nature of the conflict between electronics and acoustic instruments is
essentially the same as it ever was.
Perhaps wisely, Achim Bornhoeft sidesteps the issue. His "virtual string"
presents what the title suggests: a computer-generated simulation of a string.
Sometimes the string sounds as though it must be as thick as a hawser cable and
its sound box the size of a warehouse, and this aspect of the composition is
interesting though far from novel.
The other five compositions feature a solo bowed stringed instrument with tape
and/or live electronics. All of them are conceptually less interesting than
the Bornhoeft piece, though most are compositionally just as strong. On
Karlheinz Essl's "Da Braccio", Garth Knox (of The Arditti Quartet) contributes
a range of viola textures that Essl modifies on the hoof. Knox also
contributes to the two very different versions of Gerhard E Winkler's
fascinating "Hybrid II ('Networks')" for real-time score and interactive live
electronics, in which computer generated algorithms dictate how the composition
should proceed.
The two remaining pieces feature Frank Stadler and electronically modified
natural sounds. At their least modified, these sounds stick out like a sore
thumb, as happens during the early moments of Arteom Denissov's "Himmlischer
Kreis". They're put to much more convincing use in Michael Edwards's "Slippery
When Wet", whose abruptly changing collage structure more readily accommodates
these blurts of disjunctive sound. Edwards is also the producer of
"Stryngebite", and he writes in his liner note that utilising taped elements in
composition is still an issue in contemporary Western classical music, as is
improvisation (by, in this case, Knox and Essl). Who would have thought that
innovation and contemporary classical would prove to be less compatible than
electronics/tape and acoustic instruments?"
Apagón
Reviewed by Philip Clark,
The Wire, Issue 220, 6/2002
"enormous fun to listen to"
stryngebite
Reviewed by Joel Chadabe,
www.cdemusic.org
"A compilation of music for strings, virtual strings, and electronics, with many different personalities and wonderful, striking sounds."
Performances
cheat sheet, Bregenz Festival, Bregenz, Österreichisches Ensemble für Neue Music (ÖENM), 21/7/2007
Reviewed by Silvia Thurner,
Vorarlberger Nachrichten, 23/7/2007
"Mit politischem Sendebewusstsein
Das "Österreichische Ensemble für Neue Musik" aus Salzburg gastierte zum ersten
Mal bei den Bregenzer Festspielen und überzeugte ... Gespielt wurden
ausschließlich Werke aus Großbritannien. Den Höhepunkt bildete die
Uraufführung des Werkes "Cheat Sheet", das Michael Edwards im Auftrag des
Ensembles und der Bregenzer Festspiele komponiert hat... Umgebungsgeräusche aus
den Lautsprechern führten das Publikum in das Werk ein, nach und nach betraten
die Musiker die Bühne und das obligatorische Einstimmen wurde originell in das
kompositorische Grundkonzept integriert. Mit dem Auftritt des Gitarristen,
ausgestattet mit Bermudas im Militarylook und Sonnenbrille, wurde die Intention
des Komponisten deutlich, denn Edwards schuf ein vielschichtiges
Antikriegsstück. Der musikalische Satz verdichtete sich rasch zu einem
zornigen Gedröhne, fratzenhafte Verzerrungen bildeten abwechslungsreiche
Kontrastfelder und verstärkten die intensive Klangwirkung... Die Werke der
Altmeister der englischen Szene Harrison Birtwistle und Peter Maxwell Davies
überzeugten weniger ...
With 'political broadcast' awareness
Guests at the Bregenz Festival for the first time, the Austrian Ensemble for
New Music from Salzburg were convincing. Works exclusively from Great Britain
were performed. The highlight was the premiere of "Cheat Sheet" by Michael
Edwards, a commission from the ensemble and the Bregenz Festival.
Environmental sound emanating from the loudspeakers led the public into the
work; one after the other the musicians came onstage and the obligatory tuning
up was integrated originally into the compositional concept. With the entry of
the guitarist, outfitted in military Bermuda shorts and sunglasses, the
composer's intention became clear: Edwards created a multilayered anti-war
piece. The musical argument condensed rapidly to an angry droning; grotesque
distortions established varied fields of contrast and boosted the intense
effect of the sound... The works by the old masters of the English scene
Harrison Birtwistle and Peter Maxwell Davies were less convincing..."
skin, ZKM, Karlsruhe, Mark Summers, 3/6/2004
Reviewed by Wibke Bantelmann,
Badischen Neuesten Nachrichten, 6/6/2004
"Live Broadcast on Bavaraian Radio with theme
'Rhinewards/Utopia'
Edwards entfachte einen ganzen Gamben-Sturm, mit Collegno-Schlaegen,
die aus den Lautsprechern wie das Knattern von Maschinengewehren
zurueckkamen, oder das effektvoll gemischte Brausen von echt gespielte
Gambe und der "Ueber"-Gambe aus den Lautsprechern. Hier war die
Vorstellung eines Komponisten wirklich geworden: reale Utopie, wenn
man so will--jedenfalls glaubwuerdiger als alles, was man ueber
Utopien mit Worten sagen koennte.
Mr. Edwards stirred up a whole gamba-storm, with col legno strokes
coming out of the loudspeakers like the crackle of machine guns, or
the effectively mixed roar of live and processed sound. Here the
imagination of a composer was really brought to life: real utopia, if
you will, at any rate more credible than all that which one can say
about utopia with mere words. (transl. Michael Edwards)"
pas de poule, pas de pot, Künstlerhaus, Salzburg, Österreichisches Ensemble für Neue Music (ÖENM), 22/3/1999
Reviewed by Reinhard Kriechbaum,
Salzburger Nachrichten, 24/3/1999
"'Pas de poule, pas de pot' kombiniert Elektronik und
Musikinstrumente so geschickt, daß die Grenze zwischen Vorproduziertem und dem
Live-Anteil fast verschwimmt.
'Pas de poule, pas de pot' combines electronics and musical instruments so skillfully that the boundary between the pre-produced and live parts blurs"
segmentation fault beta 1.1, Stanford University - Dinkelspiel Auditorium, Stanford, Edwards / Trevisani, 9/2/1996
Reviewed by Anna Sofie Christiansen,
Computer Music Journal, Vol. 20 #3, 10/2/1996
"...Michael
Edward's segmentation fault beta 1.0 (1996), in collaboration with Marco
Trevisani, could have risen the dead. The daring so desperately missing in the
previous pieces was evident here in an engaging live performance, featuring
Mr. Edwards at the computer and mixer, and Mr. Trevisani playing an amplified
prepared piano."
flung me, foot trod, International Computer Music Conference 1995, Banff, Gary Scavone, 9/1995
Reviewed by Robert Normandeau,
Contact!, Autumn, 1995
"...in Edward's work, a hammering
technique prevailed. When such a work is bad, it bores you stiff, but when the
form fits the material, the result is a contrasting, dynamic and rich work
especially when performed by a player as dedicated as Gary Scavone. His
performance was energizing."
Recordings
stryngebite
Reviewed by Brian Marley,
The Wire, Issue 252, page 61, 2/2005
"There are certain instrumental configurations, such as violin and piano, in
which a degree of incompatibility presents an obstacle to the success of the
music. Often, composers have little option but to use this incompatibility as
a primary source of material. Acoustic instruments and electronics/tape are,
if anything, even less compatible than piano and violin, and the compositions
in which they feature tend to show their soundworlds operating in consort
rather than harmoniously. But although the range of technology on which
composers can draw has grown enormously during the last half century (since,
roughly, Karlheinz Stockhausen's "Kontakte", for percussion, piano and tape,
one of the first pieces of its kind and still one of the most successful), the
nature of the conflict between electronics and acoustic instruments is
essentially the same as it ever was.
Perhaps wisely, Achim Bornhoeft sidesteps the issue. His "virtual string"
presents what the title suggests: a computer-generated simulation of a string.
Sometimes the string sounds as though it must be as thick as a hawser cable and
its sound box the size of a warehouse, and this aspect of the composition is
interesting though far from novel.
The other five compositions feature a solo bowed stringed instrument with tape
and/or live electronics. All of them are conceptually less interesting than
the Bornhoeft piece, though most are compositionally just as strong. On
Karlheinz Essl's "Da Braccio", Garth Knox (of The Arditti Quartet) contributes
a range of viola textures that Essl modifies on the hoof. Knox also
contributes to the two very different versions of Gerhard E Winkler's
fascinating "Hybrid II ('Networks')" for real-time score and interactive live
electronics, in which computer generated algorithms dictate how the composition
should proceed.
The two remaining pieces feature Frank Stadler and electronically modified
natural sounds. At their least modified, these sounds stick out like a sore
thumb, as happens during the early moments of Arteom Denissov's "Himmlischer
Kreis". They're put to much more convincing use in Michael Edwards's "Slippery
When Wet", whose abruptly changing collage structure more readily accommodates
these blurts of disjunctive sound. Edwards is also the producer of
"Stryngebite", and he writes in his liner note that utilising taped elements in
composition is still an issue in contemporary Western classical music, as is
improvisation (by, in this case, Knox and Essl). Who would have thought that
innovation and contemporary classical would prove to be less compatible than
electronics/tape and acoustic instruments?"
stryngebite
Reviewed by Joel Chadabe,
www.cdemusic.org
"A compilation of music for strings, virtual strings, and electronics, with many different personalities and wonderful, striking sounds."
Performances
Linea, Shedhalle, Tuebingen, Ensemble Phorminx, 20/7/2003
Reviewed by Thomas Ziegner,
Schwäbisches Tagblatt, 23/7/2003
"Fast ununterbrochen läuft das Klangband mit kurzen, raschen Notenwerten, ein Kontinuum, aus dem nach oben und unten eruptiv einzelne Töne hervorgehoben werden. Pausen, Mini-Triller, Tempoverschärfungen und metrische Kunststücke erzeugen Druck und Spannungen. Linea von Achim Bornhöft (...) erfreute durch motorische Energien und rasch sich abwechselnde Farbdichte. Als ob die im Titel angesprochene Linie mal mit feinerem, dann wieder mit breiterem Pinsel gezogen worden wäre. Den wenigen publikumswirksamen, gleichwohl spannend-inhaltsreichen Solostücken für Altflöte hat Bornhöft mit Linea ein weiteres hinzugefügt. (...)"
Ellis Is., 12/11/1999
Reviewed by Eckhard Britsch,
Neue Westfälische, 15/11/1999
"(...) Achim Bornhöft, in Bielefeld aufgewachsen, an der Folkwanghochschule Essen ausgebildet und schon zu einem beachteten Kopf in der zeitgenössischen Szene herangereift, hat die Musik für das Tanzstück "Ellis Is." nach einem Text von Marcel Bayer komponiert, und Bornhöfts Frau Katja Büchtemann hat das Stück choreographiert. Das kongeniale Gemeinschaftsunternehmen thematisiert das Aufeinandertreffen von Menschen im Einwanderer-Durchgangslager auf Ellis Island vor den Toren New Yorks. Die Freiheitsstatue vor Augen, ein meist armseliges Leben hinter sich, schwankend zwischen Hoffnung und Angst, Erwartung und eingeschliffenen Zwängen, müssen die Einwanderer auf engem Raum die Anforderungen dessen verinnerlichen, was auf sie zukommen mag. Das eingegrenzte Bühnen-Geviert wird zudem zum Käfig der Erinnerungen.
Achim Bornhöft fügt aus behutsam aufbereiteten elektronischen Klägen ein suggestives Tableau, vor dem die sechs Tänzerinnen und Tänzer imaginative Bilder entwickeln: Vom Auseinanderstreben und vom Zusammenfinden, von des Lebens Mühe und dem kleinen Glück, von der Erschöpfung des immerwährenden, gleichen Trotts und von der Verlockung des Traumlands, von Klaustrophobie und Befreiung. Halbtransparente Deckenplatten projizieren Bilder von Wellen und Wasser in den Raum, während im Hintergrund ein Chor klangflächig das Geschehen illustriert oder auch kommentiert. Der Einstünder "Ellis Is." hinterließ nachhaltige Wirkung; das Stück sollte seinen Bühnen-Platz finden. (...)"
Ellis Is., 12/11/1999
Reviewed by Jürgen Schmidt,
Westfalen Blatt, 15/11/1999
"(...) Das Stück von Bornhöft konnte in seiner gedehnten Langsamkeit, seiner (manchmal an Robert Wilsons Zeichensprache erinnernden) stilisierten Strenge beeindrucken. (...) Sicherlich ein wichtiger Höhepunkt in der Kette der bisher über 50 Aufführungen."
invar, Maschinenhaus Essen, Essen, 26/4/1997
Reviewed by Dagmar Schenk-Güllich,
Neue Ruhr Zeitung, 28/4/1997
"(...) Das düstere Gemäuer dieser großen Industrieruine, das Dämmerlicht des heraufziehenden Abends, das Bühnenbild Walter Nagats, das von kopfüber aufgehängten, jungen Birken dominiert wurde, und eine subtile Lichtregie schufen die rechte Atmosphäre für einen Tanz, der das Endzeitgefühl eines ausklingenden Jahrtausendts beschreibt. Sensible Live-Klangfelder, die aus der Stimmung des Moments in Korrespondenz zu Tonbandaufnahmen feiner Geräusche erzeugt wurden, rundeten den Eindruck eines Kunsterlebnisses ab, das das Gestern und Heute urmittelbar auf einen Nenner bringt. Das war ein Tanz der Ohnmacht, Angst, und Beschwözrung zusammenbrachte, der das Gefühl von Erwartung eines Unbekannten und verzweifeltes Ordnen-Wollen in beklemmender Intensität zum Ausruck bringen konnte. Und voller Poesie war er - zart und fantasievoll wie die Klarinettentöne Eckard Koltermanns und die Gitarren-, Röhren- und Harmoniumsklänge Achim Bornhöfts. Eine feine übereinstimmung ließen Musiker und Tänzer erkennen. (...)"
invar, Die Werkstatt, Düsseldorf, 26/10/1996
Reviewed by bak,
Wochenzeitung, 29/10/1996
"(...) Nicht nur Musik und Tanz, sondem auch bildende Kunst und Sprache verwob das Künstlerquintett, das für invar vigandum verantwortlich zeichnet, zu einem dichten Gesamtkunstwerk, das alle Sinne zü Wecken verstand. (...) Eckard Koltermann und Achim Bornhöft vermischen dazu Tonbandcollagen mit Live-Musik, die parallel zur Choreographie bedrohliche und vertrauliche Stimmungen erzeugen.
Grenzen zwischen den Kunstformen werden dabei aufgehoben. So wie die Bühnenelemente in Bewegung geraten, so werden auch die Musiker immer wieder in die Szenerie hineingezogen. Und wenn die Tänzer wie lebende Skulputuren sich ins Stroh begeben, fängt es an zu rascheln und zu rauschen, als wenn es mit der Musik zu kommunizieren begänne. (...)"
Elektronische Lesung I about Cinema Color, 6/1/1996
Reviewed by Eckhard Britsch,
Neue Westfälische, 8/1/1996
"(...) Der wohlgelungen Abend schloß mit Achim Bornhöfts "Elektronischer Lesung" seines 1992 entstandenen Stückes für vier Schlagzeuger und Tonband "Cinema Color" ab. Bornhöft wurde von der Cooperativa nach ihren Möglichkeiten immer wieder gefördert. Was umgekehrt dem Verein zur Ehre gereicht, denn Bornhöft gehört zu den relevanten Komponisten-Begabungen. (...)"
FLOOT, Folkwang Hochschule, Essen, 14/10/1995
Reviewed by Dagmar Schenk-Güllich,
Neue Ruhr Zeitung, 19/10/1995
"(...) Aber auch humorige Akzente werden gesetzt und da ist auch Bornhöfts Handschrift spürbar Lautgedichte in fremder Sprache und pantomisch geprägte Einfälle voller Komik. Alltagsgeräusche und das stereotype Abgeben phrasenhafter Bemerkungen unterstreichen hintergründig einen Tanz, der trotz raumgreifender, grotesker Gesten und Bewegungen als verinnerlichte Aussage gelten muß. Ein gutes Beispiel für eine sensible Zusammenarbeit von Choreograf und Komponist."
d is appear, 26/1/1995
Reviewed by Eckhard Britsch,
Neue Westfälische, 28/1/1995
"(...) Besonders erfreulich war die Feststellung, daß man Musik neben Bewegungskunst als gleichrangigen Partner behandelte. Das überzeugendste Beispiel dafür lieferten die Choreographen Stefan Hiltershaus und Olimpia Scardi mit der Uraufführung ihres Werks "Cabotina", das im Zusammenwirken mit dem jungen Komponisten Achim Bornhöft zustande gekommen war. Eine sensible Mixtur war hier zu genießen - Musik, die zwischen Ruhe- und Bewegungsphasen pendelt, zwischen Stille und Dröhnen, feinster Tonformung und grober Klangmasse, verschmolzen mit surrealen. fantasiereichen Tanzbildern, die pittoreske Effekte neben vielen verrückten und einfallsreichen Bewegungsmustern bargen. (...)"
Waiden, Kirche Sankt Andreas, 3/10/1994
Reviewed by Ulrich Maske,
Neue Westfälische, 10/10/1994
"Das Festkonzert zum Abschluss in der ehemaligen Hofkirche St. Andreas koppelte Beethovens "Eroica" mit - eine kleine Sensation - der Uraufführung eines Auftragswerkes des Alstadtherbsts, nämlich des ersten Orchesterwerks des jungen Bielefelder Komponisten Achim Christian Bornhöft (Jahrgang 1966) mit dem Titel "Waiden", einem sechssätzigen Stück von 25 Minuten Dauer. Der Bielefelder Verein "Cooperativa Neue Musik" hatte dem viel versprechenden Komponisten vor einem Jahr ein Porträtkonzert gewidmet. Das neue Orchesterwerk bestätigt den damals positiven Eindruck vollauf. Bornhöft hat sich von der Möglichkeit, für ein gro9es Orchester zu schreiben, nicht dazu verführen lassen, plakativ und auftrumpfend auf vordergründige Wirkung und entsprechenden Erfolg beim Publikum hinzuarbeiten. Vielmehr sind ganz überwiegend kammermusikalisch sparsame Behandlung und Kombination der Orchesterinstrumente sowie delikate, aufs feinste ausgehörte Klangphänomene zu bewundern. Das setzt. allerdings beim Hörer eine konzentrierte und genießende Haltung voraus. Neue Musik mit Genuss hören? in der Tat, diese Musik predigt überhaupt nicht Askese, Weltflucht oder -verachtung! Im Gegenteil: Schönheit, Zärtlichkeit, Sinnlichkeit überall in musikalischer Gestik und Klanglichkeit - darin die Musik des großen Amerikaners Morton Feldmann beschwörend. An Anton Webern erinnern die Kürze der sechs Sätze und die Zurückhaltung und Durchsichtigkeit der Faktur, wobei die seltenen, bei Webern expressionistisch zu verstehenden Ausbrüche von Angst und Schrecken bei Bornhöft sicherlich anderen Ursprungs sind, aber ebensolche Schocks auszulösen vermögen. Die beiden Sätze zu Beginn und Ende des Werks allein schon deuten in ihrer schlagenden Sinnfälligkeit auf die außergewöhnliche Gestaltungskraft des Komponisten und wecken das Bedürfnis nach erneuter Begegnung."
Cabotina, 2/7/1992
Reviewed by Dagmar Schenk-Güllich,
Neue Ruhr Zeitung, 4/7/1992
"(...) Besonders erfreulich war die Feststellung, daß man Musik neben Bewegungskunst als gleichrangigen Partner behandelte. Das überzeugendste Beispiel dafür lieferten die Choreographen Stefan Hiltershaus und Olimpia Scardi mit der Uraufführung ihres Werks "Cabotina", das im Zusammenwirken mit dem jungen Komponisten Achim Bornhöft zustande gekommen war. Eine sensible Mixtur war hier zu genießen - Musik, die zwischen Ruhe- und Bewegungsphasen pendelt, zwischen Stille und Dröhnen, feinster Tonformung und grober Klangmasse, verschmolzen mit surrealen. fantasiereichen Tanzbildern, die pittoreske Effekte neben vielen verrückten und einfallsreichen Bewegungsmustern bargen. (...)"
Naechte zwischen den Gezeiten, 23/6/1991
Reviewed by shil,
Neue Westfälische, 26/6/1991
"(...) Pausen, Pausen, Pausen. Kunstvoll gesetzt. Zwingend, hallend. Dazwischen ließ Jörg Bierhance den Bogen auf die Viola fallen, klopfte Barbara Rihle sich auf dem Rücken ihres Violoncellos dem Finale entgegen, schabte Jürgen Stinzendörfer die 1. Violine am Seitenspanner - es hauchte, fauchte, schabte und kratzte im Saale. Mal leise und vorsichtig, mal im Crescendo sich zu großem Volumen ballend. In Gitarrenhaltung kommen die Akkorde vom kleinen Saiteninstrument eher rhythmisch - ungewohnte Tonansammlungen. Das Publikum: angetan, verwirrt, beeindruckt. (...)"
Gute Nacht, Amerika, Aalto Theater, Essen, Go Ahead, 17/6/1991
Reviewed by Klaus Albrecht,
Neue Ruhr Zeitung, 20/6/1991
"(...) Achim Christian Bornhöft dagegen traktierte Flügel und Zuhörer mit allerlei substanzarmen Klangspielereien, schrubbte die Saiten mit Flaschen und Schüsseln und nannte das ganze, warum auch immer, "Good Night, Amerika". (...)
Gerhard Stäbler in einem Leserbrief vom 20.06.1991 bezüglich dieser Rezension:
Kritiker, so hört man bisweilen im Volksmund, seien "verkrachte Existenzen" und rezensierten aus ihren Komplexen heraus. Das ist zum Glück im Ruhrgebiet im Bereich "Musik" nicht so, auch nicht beim Rezensenten des Konzertes von "Go Ahead" im Rahmen des Festivals "Mit Stimmen", Klaus Albrecht, denn er ist Lehrer. Aus diesem Grunde sollte man eine sachliche und objektive Berichterstattung über ein Konzert erwarten können. In dieser Hinsicht wurde man allerdings schwer enttäuscht, denn sachlicher Argumentation und eingehender Beschäftigung mit dem, was im Konzert erklang, weicht Albrecht aus, indem er nach vorgefaßter Meinung Musik, bei der man sich nicht genüßlich zurücklehnen kann, als "esoterisch" disqualifiziert und sich über den Gebrauch von neuen musikalischen Mitteln als "nicht vom Stuhl reißend" erregt und dabei vergißt, zuzuhören, wie wirklich mit den Stimmen und Instrumenten komponiert wurde. Das wird junge Komponisten der Region, die jetzt anfangen, sich zur Diskussion zu stellen, nicht gerade ermutigen, zu versuchen, eine eigene Sprache zu finden, die ihre philosophischen Überlegungen zur Zeit präzise zum Ausdruck bringen. (...)"